Cold Brew Kaffee selber machen
15. September 2024 · Thomas Schneider · 5 Minuten Lesezeit
Cold Brew hat in den letzten Jahren die Kaffeewelt erobert — und das zu Recht. Anders als Eiskaffee, der einfach heißer Kaffee mit Eiswürfeln ist, wird Cold Brew über viele Stunden kalt extrahiert. Das Ergebnis ist ein Kaffee mit weniger Säure, mehr natürlicher Süße und einem samtweichen Mundgefühl. Das Beste daran: Sie brauchen keine teure Ausrüstung.
Was Sie brauchen
- 100 Gramm grob gemahlener Kaffee (grober als für French Press)
- 1 Liter kaltes, gefiltertes Wasser
- Ein großes Glas oder eine French Press
- Ein feines Sieb oder Kaffeefilter zum Abfiltern
- Geduld — mindestens 12 Stunden
Das Grundrezept
- Kaffee mahlen: Mahlen Sie den Kaffee grob — etwa so wie grobes Meersalz. Zu feiner Mahlgrad macht den Cold Brew trüb und bitter.
- Mischen: Geben Sie das Kaffeepulver in Ihr Gefäß und gießen Sie das kalte Wasser darüber. Rühren Sie kurz um, damit alles gleichmäßig durchfeuchtet ist.
- Warten: Decken Sie das Gefäß ab und stellen Sie es in den Kühlschrank. Lassen Sie den Kaffee 12 bis 24 Stunden ziehen. Je länger die Ziehzeit, desto intensiver der Geschmack.
- Filtern: Gießen Sie den Kaffee durch ein feines Sieb oder einen Papierfilter. Das Konzentrat ist jetzt fertig.
- Genießen: Das Cold Brew Konzentrat kann pur getrunken oder mit Wasser, Milch oder Eiswürfeln verdünnt werden. Ein Verhältnis von 1:1 (Konzentrat zu Wasser) ist ein guter Startpunkt.
Unsere Tipps für den besten Cold Brew
- Die richtige Bohne: Fruchtige, helle Röstungen ergeben einen spritzigen, erfrischenden Cold Brew. Schokoladige, mittlere Röstungen werden samtig und süß. Unsere Cold Brew Mischung ist speziell für diesen Zweck zusammengestellt.
- Wasserqualität zählt: Da kein Kochen die Verunreinigungen neutralisiert, schmeckt man die Wasserqualität direkt. Verwenden Sie gefiltertes oder stilles Mineralwasser.
- Nicht zu lange ziehen lassen: Über 24 Stunden wird der Cold Brew oft holzig und adstringent. 16 bis 18 Stunden sind der Sweet Spot.
- Im Kühlschrank aufbewahren: Das fertige Konzentrat hält sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen — aber es schmeckt in den ersten 5 Tagen am besten.
Variationen
Cold Brew ist vielseitig. Hier ein paar unserer Lieblingsvariationen:
- Cold Brew Tonic: Füllen Sie ein Glas mit Eiswürfeln, gießen Sie Tonic Water (z.B. Thomas Henry) bis zur Hälfte ein und toppen Sie mit Cold Brew Konzentrat. Die Kohlensäure und die leichte Bitterkeit des Tonic ergänzen den Kaffee perfekt.
- Vanilla Cold Brew: Mischen Sie das Konzentrat mit kalter Milch und einem Schuss Vanillesirup. Erfrischend und süß — wie ein Dessert im Glas.
- Cold Brew Limonade: Ja, wirklich! Mischen Sie Cold Brew mit frischem Zitronensaft und etwas Honig. Klingt ungewöhnlich, schmeckt aber überraschend harmonisch.
- Espresso Tonic mit Cold Brew: Ersetzen Sie den Espresso in einem Espresso Tonic durch einen doppelten Schuss Cold Brew Konzentrat. Weniger Säure, mehr Süße.
„Cold Brew ist die entspannteste Art, Kaffee zuzubereiten. Abends ansetzen, morgens genießen. Kein Thermometer, kein Druck, keine Eile — nur Zeit und gute Bohnen." — Thomas Schneider
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